Eismaschine für zuhause: Lohnt sich die Anschaffung?

Eine Eismaschine mit Kompressor und eine Eismaschine ohne Kompressor stehen zum Vergleich nebeneinander.

Selbstgemachtes Eis, wie aus der Eisdiele – geht das wirklich? Ich habe den Test gemacht und Eismaschinen mit und ohne Kompressor ausprobiert. Hier erfährst du alle meine Tipps, Erfahrungen und natürlich, ob sich die Anschaffung einer eigenen Eismaschine für zuhause wirklich lohnt.

Inhaltsverzeichnis

Wie funktioniert eine Eismaschine?

Bevor es zu den verschiedenen Arten von Eismaschinen und somit ins Detail geht, kurz zur Theorie: Wofür soll eine Eismaschine überhaupt gut sein? Reicht es nicht, die selbstgemachte Eismasse in den Tiefkühler zu stellen? Leider ist es nicht ganz so einfach. Die Eismaschine übernimmt zwar auch die Kühlung, jedoch wird das Eis erst durch die integrierte Rührfunktion so richtig schön cremig.

Das Rührwerk hat sogar direkt mehrere Aufgaben, denn es

  • verhindert die Bildung von großen Eiskristallen
  • sorgt für eine gleichmäßige Kühlung
  • rührt Luft unter die Eismasse

All das sorgt dafür, dass das Eis besonders schön weich und cremig wird. Zudem kommt es auf das richtige Rezept an, denn auch die Wahl der Zutaten ist ausschlaggebend für die Konsistenz der Eiscreme. Aber dazu später mehr.

Eine Profi-Eismaschine mit Kompressor gefüllt mit einer grünen Eismasse von oben mit Blick auf das Rührwerk.

Kann man Eis auch ohne Eismaschine selbst machen?

Natürlich gibt es auch Rezepte und Möglichkeiten für die Eisherstellung ganz ohne Eismaschine. Allerdings wird das Ergebnis meiner Erfahrung nach nie an das aus einem Eisbereiter herankommen. Für selbstgemachtes Eis ohne Eismaschine hast du zwei Möglichkeiten:

1. Rühren

Wie bereits oben erwähnt, übernimmt die Eismaschine nicht nur die Kühlung, sondern auch das Rühren. Du kannst deine zubereitete Eismasse notfalls auch in eine Schüssel füllen (am besten aus Metall), in das Gefrierfach stellen und anschließend per Hand rühren. Mindestens alle 20 – 30 Minuten solltest du das Eis für die nächsten Stunden jeweils ein paar Minuten gründlich umrühren. Andernfalls wird das selbstgemachte Eis schnell zu hart.

2. Formen verwenden

Wer es gerne etwas gemütlicher hat und nicht alle paar Minuten zur Gefriertruhe hüpfen möchte, kann sich auch Formen für selbstgemachtes Eis am Stiel* zulegen. Fülle deine Eismasse ganz einfach direkt in die Formen und stelle sie daraufhin für mehrere Stunden in den Gefrierschrank. So erhältst du zwar keine Eiscreme zum Löffeln, aber lecker wird es sicherlich dennoch.

Eismaschine für zuhause: Mit oder ohne Kompressor?

Im Grunde gibt es zwei unterschiedliche Arten von Eismaschinen, die sich jedoch nicht nur im Aufbau, sondern im Preis stark unterscheiden. Egal, ob teuer oder günstig: Beide Gerätearten haben ihre Vor- und Nachteile.

Eine Eismaschine ohne Kompressor für zuhause im Test.

Eismaschine ohne Kompressor

Eine Eismaschine ohne Kompressor hat keine integrierte Kühlung, sondern lediglich eine elektrische Rührfunktion. Gekühlt wird zwar trotzdem, jedoch nicht elektrisch. Der Gefrierbehälter ist vergleichbar mit einem Kühlakku und muss vor der Zubereitung für etwa 20 – 24 Stunden im Tiefkühler vorgekühlt werden. Auch meine erste Eismaschine war ein Modell ohne Kompressor. Das sind meine Erfahrungen:

Vorteile einer Eismaschine ohne Kompressor

  • Preis: Je nach Größe, Marke und Modell ist die Anschaffung recht günstig, viele Geräte gibt es bereits für 40 – 70 Euro.
  • Größe: Eismaschinen ohne Kompressor sind deutlich kleiner und benötigen dementsprechend weniger Platz.

Nachteile einer Eismaschine ohne Kompressor

  • Vorbereitung: Da der Eisbehälter bereits viele Stunden zuvor eingefroren werden muss, ist es nicht möglich, spontan Eis zuzubereiten.
  • Platz: Der Rührbehälter ist in der Regel nicht besonders klein – im Gegenteil. Da wird es schnell eng im Tiefkühler.
  • Menge: Es kann nur eine Portion zubereitet werden, die natürlich je nach Rührschüssel unterschiedlich groß ausfallen kann. Vor der nächsten Zubereitung heißt es erneut warten, bis der Behälter wieder durchgefroren ist. Die Herstellung von zwei verschiedenen Sorten hintereinander ist somit nicht möglich.
  • Kühldauer: An besonders heißen Sommertagen kann es schonmal passieren, dass der Kühlbehälter bereits zu warm wird, noch bevor das Eis ausreichend gefroren ist. Das ist natürlich ziemlich ärgerlich.

Was am Ende am meisten zählt, ist das Ergebnis. Ich finde auch die kleinen Eismaschinen ohne Kompressor machen einen ganz guten Job. Da der Eisbehälter direkt zu Beginn am kältesten ist und sich während der Zubereitung aufwärmt, wird das Eis etwas weniger cremig und noch nicht ganz, wie in der Eisdiele. Aber Fakt ist: Trotz der Abstriche kann sich das Ergebnis für den Hausgebrauch sehen und vor allem schmecken lassen. Insbesondere wer nur hin und wieder Eis selbst machen möchte, ist mit dieser Art von Eismaschine sicherlich gut versorgt.

In eine selbstkühlende Eismaschine mit Kompressor wird zum Testen eine grüne Eismasse gefüllt.

Eismaschine mit Kompressor

Eine selbstkühlende Eismaschine mit Kompressor ist die Profivariante für zuhause. Durch den integrierten Kühlkompressor kann die Eismasse ganz unkompliziert, ohne langwierige Vorbereitung, direkt in die Maschine gefüllt werden. Seit einiger Zeit bin ich stolze Besitzerin einer Eismaschine mit Kompressor. Diese musste ausgiebig getestet werden und hier ist nun das Ergebnis meiner zahlreichen Versuche:

Vorteile einer Eismaschine mit Kompressor

  • Flexibilität: Du hast spontan Lust auf Eis? Mit einer Eismaschine mit Kompressor kannst du jederzeit loslegen.
  • Menge: Die meisten Eismaschinen ohne Kompressor haben nur einen kleinen Gefrierbehälter mit einer geringen Füllmenge. Eismaschinen mit Kompressor gibt es hingegen in allen möglichen Größen.
  • Direkt wieder startklar: Sobald eine Eissorte fertig ist, kannst du den Behälter reinigen und sofort ohne Pause wieder loslegen.
  • Konsistenz: Mit einer selbstkühlenden Eismaschine erhältst du Speiseeis, wie aus der Eisdiele. Da die Eismasse langsam herunterkühlt, wird das Ergebnis besonders schön zart und cremig.

Nachteile einer Eismaschine mit Kompressor

  • Preis: Eismaschinen mit Kompressor sind kein Schnäppchen. Je nach Marke, Größe und Modell starten die Preise im unteren dreistelligen Bereich.
  • Größe: Durch den Kompressor werden die Maschinen auch dementsprechend größer und schwerer. Ein Platz im Keller oder der Vorratskammer ist zum Aufbewahren der Eismaschine also viel wert.
  • Lautstärke: Je nach Gerät kann eine selbstkühlende Eismaschine auch etwas lauter werden. Zum Glück dauert die Zubereitung in der Regel aber nur etwa 25 – 45 Minuten.

Mit der Profi-Eismaschine kannst du definitiv jeder Eisdiele Konkurrenz machen. Ob sich die Investition lohnt, muss jeder für sich selbst entscheiden und hängt stark von der Häufigkeit der Nutzung ab. Ich persönlich würde nicht mehr wechseln wollen.

Achtung: Du hast dir gerade eine neue, selbstkühlende Eismaschine zugelegt und möchtest natürlich direkt loslegen? Wirf zuvor besser einen genauen Blick in die Bedienungsanleitung! In der Regel müssen die Maschinen erst mehrere Stunden am Ort der Zubereitung stehen, bevor sie eingeschaltet werden dürfen. Ist das Kühlmittel noch nicht vollständig abgesenkt, kann es zu Schäden am Kompressor kommen.

Tipp: Darauf solltest du beim Kauf einer Eismaschine achten

Beim Kauf einer Eismaschine solltest du dir nicht nur überlegen, ob du ein Gerät mit oder ohne Kompressor möchtest. Auch über die gewünschte Füllmenge, Größe und Co. solltest du dir zuvor Gedanken machen. Hier sind die wichtigsten Tipps für deine richtige Wahl:

Füllmenge vs. Fassungsvermögen

Das Fassungsvermögen bzw. die Behältergröße ist nicht gleichbedeutend mit der maximalen Füllmenge der Eismaschine. Denn das Volumen der eingefüllten Masse vergrößert sich bei der Zubereitung. In der Regel ist der Gefrierbehälter nur etwa zu 2/3 befüllbar. Achte deshalb genau auf die Angaben des Herstellers.

Eine Eismaschine mit einem 1,2 Liter Behälter kann zum Beispiel mit etwa 800 ml Eismasse befüllt werden. Diese Menge entspricht ungefähr einer typischen Speiseeispackung aus dem Supermarkt.

Größe

Auch die Gesamtgröße des Geräts ist ein nicht zu vernachlässigender Faktor. Ich bin sehr froh, dass ich meine Eismaschinen problemlos im Keller aufbewahren kann, wenn sie gerade nicht regelmäßig im Gebrauch sind. Überlege dir deshalb am besten schon zuvor, wo du deine Eismaschine während der Zubereitung aufstellen kannst und wo du sie unterbringst, wenn du längere Zeit kein Eis machen möchtest.

Leistung

Eismaschinen ohne Kompressor haben üblicherweise nur eine Leistung von etwa 6 – 12 Watt. Da lediglich der Rührarm elektrisch betrieben wird, ist das für die kleinen Geräte völlig ausreichend. Eine selbstkühlende Eismaschine hat hingegen mit etwa 100 – 250 Watt einen deutlich höheren Verbrauch, da der Kühlkompressor viel Energie benötigt. Niedriger sollte die Wattzahl besser nicht sein, da eine gewisse Leistung für die Kühlung und die Rührfunktion erforderlich ist.

Reinigung

Achte beim Kauf und aller spätestens nach der ersten Zubereitung darauf, welche Teile der Eismaschine in die Spülmaschine gegeben werden können. Die meisten Eisbehälter dürfen ausschließlich per Hand gereinigt werden. Zudem sollte der Eisbehälter unbedingt entnehmbar sein, andernfalls wird die Reinigung schnell zu einer ziemlichen Tortur.

Ersatzteile

In der Tat sind „No-Name-Produkte“ oft genauso gut, wie die hochpreisigen Geräte von bekannten Herstellern. Doch sie haben einen großen Nachteil: Es ist zum Teil unmöglich an Ersatzteile zu kommen! So kann man durch einen kaputten Deckel oder Rührarm aus Kunststoff schnell zum Kauf einer neuen Eismaschine genötigt werden.Bei den großen Eismaschinenherstellern gibt es solche Ersatzteile meist für nur wenige Euro zu kaufen.

Sonstiges

Manche Eismaschinen werben neben der klassischen Speiseeisherstellung mit zusätzlichen Funktionen für die Zubereitung von Joghurt, Sorbet, Slush oder auch Frozen Yogurt. Allerdings ist lediglich der Joghurtbereiter eine Besonderheit, denn hierfür muss der Behälter auf etwa 38 – 40 Grad erwärmt werden. Sorbet, Slush und Frozen Yogurt sollte hingegen jede Eismaschine mit Kompressor herstellen können. Bei Interesse an einem Joghurtbereiter lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf die Funktionen.

Eine selbstkühlende Eismaschine mit Kompressor gefüllt mit einem zuhause selbstgemachten grünem Pistazieneis.

Rezepte für die Eismaschine

Die beste Eismaschine nützt nichts, wenn das Verhältnis der Zutaten nicht stimmt. Für ein cremiges Eis kommt es immer auf das richtige Verhältnis von Zucker, Fett und Flüssigkeit an. Auch ein Emulgator für die Bindung, wie Ei oder Johannisbrotkernmehl, sollte am besten nicht fehlen. Vielen Eismaschinen liegt bereits ein kleines Rezeptheft bei, aber natürlich findest du auch auf meinem Blog eine große Auswahl an leckeren Eisrezepten. Diese Sorten findest du bereits bei mir:

Deine Lieblingssorte fehlt noch? Schreibe mir gerne in die Kommentare, welche Sorte ich unbedingt als nächstes probieren und auf meinem Blog teilen sollte!

Fazit: Lohnt sich eine Eismaschine für zuhause?

Egal, ob mit oder ohne Kompressor: Mit einer Speiseeismaschine kannst du auch zuhause wunderbar cremiges und leckeres Eis zubereiten. Das beste Ergebnis liefert eine selbstkühlende Eismaschine mit Kompressor, während eine kleine Eismaschine ohne Kompressor besonders mit ihrem Preis punktet.

Meine persönliche Empfehlung: Wenn du regelmäßig große Portionen Eis selbst machen möchtest, solltest du über eine Eismaschine mit Kompressor* nachdenken. Magst du hingegen nur ab und zu eine kleine Portion selbstgemachtes Eis zubereiten, dann ist eine Eismaschine ohne Kompressor* vermutlich die bessere Wahl für dich.

Häufige Fragen – kurz & knapp

Für alle Eisliebhaber, die Spaß an der Zubereitung haben und gerne neue Sorten ausprobieren möchten, lohnt sich der Kauf einer Eismaschine. Denn nur mit einer Eismaschine erhält man auch zuhause ein vergleichbares Ergebnis, wie in der Eisdiele.

Die beste Eismaschine für den Hausgebrauch ist ein selbstkühlendes Modell mit Kompressor, wie beispielsweise die Eismaschine Emma von Springlane*. Durch den integrierten Kühlkompressor wird die Eiskonsistenz besonders schön zart und cremig.

Eine Eismaschine mit Kühlkompressor funktioniert ähnlich wie ein Gefrierschrank. Mit Einschalten der Maschine wird der Eisbehälter elektrisch heruntergekühlt. Bei einer Eismaschine ohne Kompressor dient der Rührbehälter als Kühlakku und muss deshalb vor der Zubereitung für mehrere Stunden eingefroren werden.

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