Klassische Zimtsterne (glutenfreie Plätzchen)

Klassische Zimtsterne gestapelt zu einem kleinen Türmchen. Hinter den Zimtsternen steht ein Abkühlgitter mit weiteren Plätzchen.

Sie dürfen in keiner Plätzchendose fehlen: Klassische Zimtsterne! Herrlich saftig und weich sollten sie sein, mit einer schneeweißen Glasur aus Eiweiß und Puderzucker bedeckt – so unwiderstehlich lecker! Nicht umsonst sind die zarten Sterne eine der beliebtesten Weihnachtsplätzchen zum Ausstechen. Was die wenigsten wissen: Klassische Zimtsterne sind von Natur aus glutenfreie Plätzchen, da sie ganz ohne Mehl zubereitet werden. Somit sind sie auch für alle geeignet, die auf das Klebeeiweiß in Getreide lieber verzichten.

Zeit

< 2 h

Schwierigkeit

Der perfekte Teig für klassische, glutenfreie Zimtsterne

Der Teig für die Zimtsterne besteht aus nur fünf Zutaten: gemahlene, nicht blanchierte Mandeln (blanchiert = geschält), Puderzucker, Eiweiß, ein Hauch Amaretto, und wie der Name schon vermuten lässt, Zimt. Somit sind Zimtsterne das perfekte, glutenfreie Weihnachtsgebäck für alle, die kein Gluten essen möchten oder dürfen – ganz ohne etwas an der Grundrezeptur verändern zu müssen. Der Teig zum Ausstechen ist schnell zusammen gerührt und benötigt wenig Expertise. Nur die Mengenangaben sollten genau eingehalten werden, da sich schon kleine Veränderungen auf die Konsistenz auswirken können und der Teig zu trocken oder klebrig werden kann. Wer keinen Alkohol in seinen Plätzchen haben möchte, darf den Amaretto nicht einfach weglassen, sondern sollte ihn durch die gleiche Menge Wasser ersetzen.

5 Tipps für perfekte Zimtsterne wie vom Bäcker

Auch wenn die Zubereitung von Zimtsternen auf den ersten Blick nicht sonderlich kompliziert wirkt: Es kann einiges schief gehen! Der Teig kann zu bröselig oder klebrig sein, die Glasur kann sich im Ofen gelb verfärben und die Zimtsterne nach dem Backen zu hart werden. Doch wenn man genau weiß, worauf man achten muss, ist es kein Problem schöne, saftige Zimtsterne wie vom Bäcker oder sogar noch besser zu zaubern.

1. Zutaten abwiegen
Damit der Teig für die Zimtsterne nicht zu klebrig, aber auch nicht zu trocken wird und sich später einfach verarbeiten lässt, ist es wichtig, dass die Mengenangaben der Zutaten genau eingehalten werden. Vergiss dabei auch nicht auf die Größe der Eier zu achten. Ein Ei in Größe S oder L macht schon einen großen Unterschied für die Konsistenz des Teiges.

2. Kühlzeit einhalten
Nachdem der Teig fertig zubereitet ist, muss er erstmal für mindestens eine Stunde zum Ziehen in den Kühlschrank gestellt werden. Würdest du ihn direkt weiter verarbeiten wäre das eine ziemlich klebrige Angelegenheit und du hättest keine Freude beim Ausstechen der Plätzchen.

3. Ausrollen und Ausstechen
Nach der Ruhezeit kann der Teig endlich ausgerollt und die Zimtsterne ausgestochen werden – mein aller liebster Teil beim Plätzchen backen. Damit der Teig nicht an der Arbeitsfläche, am Nudelholz und am Sternausstecher kleben bleibt, ist es wichtig, dass alles zuvor großzügig mit Puderzucker bestäubt wird. Vor allem auf der Arbeitsfläche sollte nicht mit dem Puderzucker gespart werden! Ist der Teig dennoch aus irgendeinem Grund zu klebrig kann er ganz einfach mit etwas Puderzucker verknetet werden, bis er die gewünschte Konsistenz erreicht hat.

4. Geduld beim Verzieren
Der Teig für die Zimtsterne ist schnell gemacht und auch das Ausrollen und Ausstechen geht relativ fix. Nur beim Verteilen der Glasur ist Geduld erfordert. Jeder Zimtstern muss einzeln mit einem kleinen Pinsel bestrichen werden – das dauert! Ich mache mir währenddessen immer eine schöne Playlist oder einen Podcast an, so wird das Verzieren der Plätzchen schon fast eine Meditationsübung. Von Methoden, bei denen zuerst der Teig mit der Glasur bestrichen wird und die Plätzchen erst dann ausgestochen werden, rate ich ab. Zumindest habe ich damit bisher keine guten Erfahrungen gemacht. Am schönsten ist es natürlich, wenn Kinder beim Backen beteiligt sind. Die Kleinen malen die Plätzchen mit Begeisterung aus und die Optik wird zur Nebensache, wenn jeder Spaß dabei hat.

5. Temperatur und Backzeit
Das typische Erkennungsmerkmal der klassischen Zimtsterne ist die schneeweiße Glasur aus Puderzucker und Eiweiß. Außerdem sollten die Plätzchen nach dem Backen noch schön saftig und weich sein. Deshalb werden die Zimtsterne nur kurz bei niedriger Temperatur gebacken. Je nach Größe und Dicke sind 12 – 15 Minuten auf der unteren Schiene bei 150 Grad Ober- und Unterhitze im Backofen perfekt. Sollte die Glasur an den Rändern zu gelb werden, kann die Temperatur reduziert oder die Backzeit verkürzt werden.

Wohin mit dem übrigen Eigelb?

Für die Zubereitung der klassischen Zimtsterne wird nur das Eiweiß benötigt. Doch wohin mit dem übrig gebliebenen Eigelb? Wegwerfen wäre natürlich viel zu schade! Zum Glück gibt es auch einige Rezepte, in denen nur das Eigelb verwendet wird. Wie wäre es zum Beispiel mit einem cremigen Spekulatius Cheesecake, einem leckeren Crème Brûlée oder einem selbstgemachten Eierlikör? Außerdem lässt sich aus dem übrigen Eigelb auch ganz schnell ein Omelett zaubern.

Lagerung und Haltbarkeit

Die saftigen Zimtsterne sollten nach dem Backen vollständig auf dem Backblech auskühlen, bevor sie anschließend in einer luftdicht verschließbaren Plätzchendose aufbewahrt werden. So halten sie sich problemlos mehrere Wochen und bleiben herrlich zart. Sollten die Zimtsterne dennoch etwas trocken und hart werden, hilft ein kleines Stück Apfel. Das Apfelstück wird einfach mit in die Dose gelegt, sodass es keines der Plätzchen berührt und erst nach etwa 12 – 24 Stunden wieder herausgenommen. Durch die Feuchtigkeit des Apfels werden die Zimtsterne auf natürliche Weise wieder schön weich. Übrigens sollten verschiedene Plätzchensorten am besten immer getrennt voneinander aufbewahrt werden.

Klassische Zimtsterne auf einem Abkühlgitter. Neben den Zimtsternen liegen Tannenzweige und eine Lichterkette.

Zutaten für die klassischen Zimtsterne

84 Stück
Für die Zimtsterne benötigst du
  • 400 g Mandeln gemahlen
  • 250 g Puderzucker
  • 3 Eiweiße Größe M
  • 1 EL Amaretto
  • 2 TL Zimt
  • Prise Salz
Für die Glasur
  • 100 g Puderzucker
  • 1 Eiweiß Größe M
Sonstiges
  • Puderzucker zum Ausrollen

Zubereitung

  • 1. Lege ein oder gleich mehrere Backbleche mit Backpapier aus und vermische in einer Schüssel die gemahlenen Mandeln gründlich mit dem Zimt.
  • 2. Trenne die Eier und schlage das Eiweiß zusammen mit einer Prise Salz für etwa 1 – 2 Minuten mit einem Handrührgerät halbsteif.
  • 3. Gib den Puderzucker dazu und schlage das Eiweiß für weitere 5 Minuten auf der höchsten Stufe steif.
  • 4. Hebe mit einem Teigschaber die mit dem Zimt vermischten, gemahlenen Mandeln und den Amaretto unter, bis sich alle Zutaten zu einem glatten Teig verbunden haben. Decke die Schüssel ab und stelle sie für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank.
  • 5. Bestäube deine Arbeitsfläche großzügig mit Puderzucker, knete den Teig für die Zimtsterne kurz mit den Händen durch und rolle ihn mit einem Nudelholz etwa 0,5 cm dick aus.
Tipp

Teile den Teig vor dem Ausrollen in mehrere Portionen und spare keinesfalls mit dem Puderzucker, damit der Teig nicht an der Arbeitsfläche kleben bleibt. Auch das Nudelholz und der Plätzchenausstecher können mit dem Puderzucker bestäubt werden.

  • 6. Stich mit einem sternförmigen Plätzchenausstecher die Zimtsterne aus und lege sie mit etwas Abstand zueinander auf ein zuvor mit Backpapier belegtes Blech. Der überschüssige Teig vom Ausstechen kann erneut zu einer Kugel geformt und ausgerollt werden, bis er vollständig verarbeitet ist. Die angegebene Plätzchenmenge variiert je nach dicke des Teiges und der Größe des Ausstechers. Ich bevorzuge etwas flachere Zimtsterne, die nur 0,5 cm dick sind. Mein Zimtsternausstecher hat einen Durchmesser von etwa 4 cm.
  • 7. Trenne das Ei für die Glasur und schlage nur das Eiweiß zusammen mit dem Puderzucker für mehrere Minuten steif. Das Eigelb wird wieder nicht benötigt. Ideen für die Verwertung des übrigen Eigelbs findest du oben im Text.
  • 8. Heize den Backofen auf 150 Grad Ober- und Unterhitze vor.
  • 9. Bepinsle die Oberfläche der Zimtsterne gleichmäßig mit der Eiweißglasur. Für mich funktioniert das am besten mit einem sauberen, flachen Pinsel, der normalerweise zum Malen verwendet wird.
Tipp

Sollte die Glasur nach einiger Zeit zu dickflüssig werden, kannst du sie mit ein paar Tropfen Wasser verdünnen. Aber wirklich nur ein paar Tropfen! Und ja, das Verzieren der Plätzchen erfordert leider etwas Geduld, aber es lohnt sich!

  • 10. Sobald die Zimtsterne mit der Eiweißglasur bestrichen sind, können sie für etwa 12 – 15 Minuten im vorgeheizten Backofen auf der unteren Schiene gebacken werden. Die Glasur sollte beim Backen möglichst weiß bleiben und keine gelbliche Verfärbung bekommen. Stelle immer jeweils nur ein Backblech in den Ofen.
  • 11. Lass die fertig gebackenen Zimtsterne vollständig auf dem Backblech abkühlen, da sie im warmen Zustand noch besonders weich sind. Bewahre sie anschließend in einer luftdicht verschließbaren Plätzchendose auf. So bleiben sie problemlos mehrere Wochen frisch.
Du brauchst mehr Inspiration zum Füllen deiner Plätzchendosen? Bei mir gibt es dieses Jahr, neben den klassischen Zimtsternen, auch noch Lemon Crinkle Cookies und Heinerle mit Nougat.
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