Holzschneidebrett pflegen, reinigen & ölen

Holzschneidebrett pflegen: Mit Salz, Zitrone und Öl.Holzschneidebrett pflegen: Mit Salz, Zitrone und Öl.

Bei guter Pflege ist ein Holzschneidebrett ein treuer Begleiter, der lange Zeit in deiner Küche überdauert. Schneidebretter werden oft vernachlässigt, doch mit etwas Zuwendung sehen auch deine Holzbretter bald wieder aus wie neu. Holzschneidebrett pflegen, reinigen und ölen – ganz einfach: Hier erfährst du alle wichtigen Tipps und worauf du achten solltest.

Inhaltsverzeichnis

Wie reinigt man Holzschneidebretter?

Schneidebretter aus Holz haben leider einen Nachteil: Sie sind nicht für die Reinigung in der Spülmaschine geeignet. Zumindest nicht, wenn man lange Freude an seinem Brett haben möchte. Jedoch lassen sie sich ganz einfach per Hand spülen. Dafür gibt es zwei Methoden:

  1. Reinige das Brett mit einem sauberen, angefeuchteten Schwamm oder einer Spülbürste und einem milden Spülmittel. Reibe es vollständig ein und wasche es anschließend mit heißem Wasser ab. Aggressive Reinigungsmittel sollten für Holzschneidebretter nicht verwendet werden.
  2. Eine natürliche Reinigung ist mit Meersalz und Zitrone möglich. Bestreue das Holzbrett mit grobem Salz und verwende eine Zitronenhälfte als Schwamm, um das Brett vollständig damit einzureiben. Lass das Holzbrett anschließend für 10 – 15 Minuten einwirken und wasche es daraufhin mit heißem Wasser ab. Durch die Körnung hast du direkt einen leichten Schleifeffekt, der gegen hartnäckige Flecken und Verschmutzungen wirkt, während der Zitronensaft Gerüche und Verfärbungen entfernt.
Tipp

Trockne das Holzbrett nach der Reinigung direkt ab und stelle es aufrecht an eine Wand. So vermeidest du, dass sich Schimmelsporen, Bakterien oder Keime aufgrund der restlichen Feuchtigkeit bilden und dass sich das Holz nicht verzieht oder sogar verformt.

No Go’s bei der Reinigung von Schneidebrettern aus Holz:

  • Reinigung in der Spülmaschine
  • Einweichen in Wasser
  • Nach dem Spülen nicht abtrocknen
  • Noch feucht einräumen

Weshalb sollten Holzschneidebretter geölt werden?

Grundsätzlich sind Bretter aus Holz durch ihre antibakterielle Wirkung sehr hygienisch, da die enthaltenen Gerbsäuren, sogenannte Tannine, effektiv gegen Bakterien wirken. Jedoch nur so lange, wie du das Holzschneidebrett gut pflegst und richtig reinigst.

Durch den täglichen Gebrauch leidet das natürliche Material und Keime können sich auf der Oberfläche und in den Poren ausbreiten. Aber nicht nur die Hygiene wird durch das regelmäßige Ölen verbessert, sondern auch die Lebensdauer des Brettes. Denn das Öl versiegelt die Oberfläche und schützt das Holz vor Feuchtigkeit und Keimen. Zudem bekommt das Holzschneidebrett einen schönen Glanz und die Maserung kommt wieder toll zur Geltung.

Ein Schneidebrett aus Holz wird als Vorbereitung zum Ölen mit Salz und Zitrone gereinigt.

Welches Öl für Schneidebretter?

Ist die Oberfläche von einem Kunststoffbrett einmal mit Kratzern, Rissen und Schnittspuren von Messern übersehen, wird es Zeit für die Tonne. Ein Schneidebrett aus Holz hingegen kann mit etwas Pflege immer wieder zu neuem Leben erweckt werden. Dafür muss das Holz nur regelmäßig geölt werden. Allerdings eignet sich nicht jedes Öl gleichermaßen zum Einölen von Holzbrettern:

  • Olivenöl: Perfekt zum Anmachen von Salaten, aber nicht zum Ölen von Holz. Zwar versiegelt auch Olivenöl die Oberfläche, jedoch trocknet es nicht vollständig und kann mit der Zeit ranzig werden und einen unangenehmen Duft verströmen.
  • Speiseöl: Pflanzliche Öle, wie Raps- oder Sonnenblumenöl, haben zwar den Vorteil, dass sie nahezu geschmacks- und geruchsneutral sind. Doch auch sie trocknen nicht vollständig und sollten deshalb nur bei regelmäßiger Verwendung des Holzschneidebretts verwendet werden.
  • Mineralöl: Oft liest man, dass sich lebensmittelechtes Mineralöl zur Behandlung von Holzschneidebrettern eignet. Zwar ist das Holzpflegeöl nach DIN EN 71-3 für Arbeitsplatten und auch Kinderspielzeug freigegeben, allerdings gibt es bessere Alternativen für den täglichen Kontakt mit Lebensmitteln.
  • Kokosnussöl: Es riecht angenehm, wird nur langsam ranzig und hat gute pflegende Eigenschaften. Kokosnussöl kann bedenkenlos zur Pflege von Schneidbrettern verwendet werden.
  • Leinöl: Leinöl härtet im Gegensatz zu vielen anderen Ölen vollständig aus und ist gut zum Versiegeln von Schneidebrettern geeignet. Achtung: Lappen, die in Leinöl getränkt sind, können sich unter seltenen Umständen nach einiger Zeit selbst entzünden. Wasche ihn deshalb direkt nach dem Ölen gründlich mit Spülmittel aus oder entsorge ihn in einem luftdichten Schraubglas.
  • Nussöl: Nussöle, wie Mandel-, Erdnuss oder Walnussöl, aber auch Traubenkernöl kann ebenso gut verwendet werden. Nur bei einer Nussallergie sollten sie definitiv nicht zum Einsatz kommen.

Tipp

Eine Kombination aus einem Pflegeöl, gemischt mit etwas Bienenwachs, ist besonders effektiv als natürliche Schutzschicht. Das Holzöl zieht tief in das Holzschneidebrett ein, während das Wachs auf der Oberfläche eine wasserabweisende Schicht bildet. Jedoch sollte Bienenwachs nicht alleine ohne ein Öl verwendet werden.

Wenn du lieber ein spezielles Holzpflegeöl im Handel kaufen möchtest, solltest du genau darauf achten, dass es explizit für die Behandlung von Holzschneidebrettern und Küchenutensilien ausgezeichnet ist. Schließlich kommt das Brett täglich mit Lebensmitteln in Kontakt und wer möchte schon schädliche Stoffe in seinem Essen?

Anleitung: Holzschneidebretter ölen in 3 Schritten

1. Reinigung

Zu Beginn solltest du das Holzschneidebrett gründlich reinigen. Ob du dein Brett mit Zitronensaft und Meersalz oder einem Spülmittel reinigst, ist dabei ganz dir überlassen. Denke nur daran, dass du das Brett mit möglichst heißem Wasser abspülst. Wichtig: Lass das Holz vor dem nächsten Schritt für mehrere Stunden vollständig an der Luft trocknen, am besten über Nacht.

2. Ölen

Trage das Holzpflegeöl möglichst gleichmäßig und nur in einer dünnen Schicht auf, andernfalls kann es zu unschönen Ölflecken kommen. Am besten verwendest du zum Einölen des Schneidebretts ein weiches Tuch oder ein Küchenpapier. Lass das Öl daraufhin für mindestens 5 Minuten einwirken, damit es möglichst tief in das Holz eindringen kann, bevor du das überschüssige, nicht eingezogene Öl, mit einem Tuch oder Küchenpapier entfernst.

3. Trocknen

Lass das Holzbrett angelehnt an eine Wand für mindestens 48 Stunden trocknen, bevor du es wieder wie gewohnt verwendest. Achtung: Solltest du ein spezielles Holzöl als Pflege verwenden, beachte auch die Verpackungshinweise und die Einwirkzeit auf dem Produkt.

Tipp

Falls dein Holzschneidebrett auf der Oberfläche übersät mit vielen kleinen Rissen, Kratzern oder Verfärbungen ist, kannst du es vor der Behandlung mit dem Pflegeöl abschleifen. Benutze zum Schleifen, zuerst ein grobes Schleifpapier* und anschließend eins mit einer geringen Körnung. Danach sieht das Schneidebrett wieder aus wie neu und macht in der Küche erneut eine gute Figur.

Wie oft sollte ein Holzschneidebrett geölt werden?

Die Häufigkeit der Nachbehandlung hängt stark vom verwendeten Öl und der Intensität der Nutzung ab. Bei täglicher Verwendung des Schneidebretts kann das monatlich, aber auch nur 1- bis 2-mal pro Jahr sein. Generell gilt: Erscheint die Oberfläche des Holzes matt, rissig und rau sind das klare Anzeichen, dass es wieder Zeit zum Nachölen wird.

Fazit: Holzschneidebrett pflegen, reinigen & ölen

Die richtige Pflege und das regelmäßige Ölen von Holzschneidebrettern ist zwar etwas Arbeit, aber sie lohnt sich! Nicht nur die Hygiene wird durch die Prozedur erheblich erhöht, sondern auch die Lebensdauer. So hast du auch an teuren Schneidebrettern aus Holz lange Freude und einen treuen Begleiter für deine Küche.

Alles, was du vor dem Kauf von einem neuen Schneidebrett wissen solltest, erfährst du hier: Welche Schneidebretter sind am hygienischsten?

Häufige Fragen – kurz & knapp

Die beste Methode für die Tiefenreinigung von Holzschneidebrettern ist eine Kombination aus Salz und einer Zitronenhälfte. Das Salz wird mit der Zitrone eingerieben und nach einer kurzen Einwirkzeit mit heißem Wasser abgespült. Diese Methode entfernt Gerüche und Verfärbungen, die durch den täglichen Gebrauch entstehen und das Holz wird sauber.

Lebensmittel, wie Fisch, Fleisch, Knoblauch, Zwiebeln, Gemüse und Obst hinterlassen mit der Zeit unangenehme Gerüche und Verfärbungen auf Holzschneidebrettern. Durch regelmäßiges Ölen und Schleifen können diese entfernt und eine mögliche Keimübertragung verhindert werden. Für die tägliche Reinigung eignen sich milde Spülmittel, Salz und Zitronensaft.

Unabhängig davon, ob dein Schneidebrett aus Eiche, Bambus oder Teakholz besteht, eignet sich am besten Walnuss-, Kokosnuss- oder Leinöl für die regelmäßige Pflege. Das Öl dringt tief in das Holz ein und bildet eine Schutzschicht auf der Oberfläche, die Keime am Eindringen hindert.

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