Pistazienlikör

Pistazienlikör abgefüllt in zwei Flaschen mit Korken. Neben dem grünen Likör liegen ganze und gehackte Pistazien.

Cremig, nussig, süß und verboten lecker! Ich kann wirklich nicht genug von diesem selbstgemachten Pistazienlikör bekommen. Ihr müsst wissen, ich liebe Pistazien! Und zwar nicht nur, weil ich ihre Farbe so bezaubernd finde. Für mich sind Pistazien einfach die Hochkaräter unter den Nüssen. Und jetzt kann ich sie sogar in flüssiger Form genießen. Das Beste ist: Die Zubereitung dieses edlen Tropfens dauert gerade einmal 10 Minuten!

Zeit

< 10 min

+ Kühlzeit

Schwierigkeit

Welche Pistazien eignen sich für den Likör?

Da der Pistazienlikör ganz ohne Farbstoff auskommt und er seine tolle Farbe nur durch das natürliche Grün der Nüsse erhält, lohnt sich ein Blick auf die Auswahl der richtigen Pistazien. Auf jeden Fall müssen sie ungesalzen und schon geschält sein. Nicht nur die hölzerne Schale sollte bereits entfernt sein, sondern auch das dünne, dunkle Häutchen auf der Nuss selbst. Ich verwende am liebsten die kleinen Päckchen mit gehackten Pistazien aus der Backabteilung. Wobei ich dazu sagen muss, dass ich in der Vergangenheit leider einfach kein Glück mit der Farbe von den günstigeren Pistazien der Eigenmarken hatte. Deshalb habe ich in letzter Zeit immer gerne ein paar Cent mehr ausgegeben und die von den bekannteren Backmarken bevorzugt. Aber das ist nur meine eigene Erfahrung. Bei Naturprodukten hat man natürlich nie eine Garantie. Zum Glück habe ich auch dieses Mal wieder strahlend grüne Pistazien erwischt und ich finde die Farbe des Pistazienlikörs kann sich mehr als sehen lassen!

Wozu passt der Pistazienlikör?

Jedes Schlückchen ist fast schon wie ein kleines Dessert – so schön nussig, cremig und süß ist der Pistazienlikör. Aber gerade, weil der Sahnelikör so schön cremig ist, eignet er sich auch perfekt zum Verfeinern von Süßspeisen. Egal, ob ganz klassisch auf einem Vanilleeis, zur Mousse au Chocolat (besonders weißer) oder fruchtigen Schichtdesserts mit Mascarpone. Am liebsten würde ich ihn mir auf alles träufeln. Außerdem eignet sich der cremige Pistazienlikör auch hervorragend als kleines Geschenk aus der Küche. Bisher hat zwar noch niemand etwas von mir abbekommen, aber das nächste Mal teile ich ganz bestimmt.

Lagerung und Haltbarkeit

Durch die Sahne ist der selbstgemachte Pistazienlikör natürlich nicht so lange haltbar, wie manch andere Liköre. Eine noch ungeöffnete Flasche lässt sich für etwa 2 Monate im Kühlschrank aufbewahren. Nach dem Öffnen sollte der Likör jedoch nicht mehr allzu lange gelagert und zügig aufgebraucht werden. Einen schlecht gewordenen Sahnelikör würde man im Normalfall schon relativ schnell am Geruch erkennen. Damit der Likör so lange wie nur möglich haltbar ist, sollten die Flaschen vor dem Abfüllen sterilisiert werden. Dazu legt man sie entweder für ein paar Minuten in kochendes Wasser oder man erhitzt sie bei 120 Grad für etwa 10 Minuten im Backofen. Übrigens wird der Pistazienlikör im Kühlschrank relativ dickflüssig, deshalb stelle ich ihn gerne vor dem Verzehr schon etwas früher heraus, damit er bei Zimmertemperatur erwärmen kann.

Alternative Zutaten

Ich habe für meinen selbstgemachten Pistazienlikör Wodka und Amaretto verwendet. Der Amaretto bringt zusätzlich ein herrliches, nussiges Aroma in den Likör, während der Wodka weitestgehend geschmacksneutral ist. Für mich ist diese Alkoholmischung mit etwa 10,8 % vol. perfekt. Wer mehr Prozent bevorzugt kann die Alkoholmenge natürlich auch erhöhen. Notfalls würde auch Korn oder ein weißer Rum seinen Zweck erfüllen, aber geschmacklich kommt vermutlich nichts an diese Mischung heran. Vor allem auf den Amaretto würde ich nur ungern verzichten wollen. Die Vanillepaste kann selbstverständlich durch eine frische Vanilleschote, aber auch durch gemahlene Tonkabohne ersetzt werden. Und übrigens: Nicht nur Pistazienlikör lässt sich auf diese Weise herstellen, sondern auch unsere heimischen Nüsse, wie Walnüsse oder Haselnüsse, lassen sich so zu einem leckeren, selbstgemachten Sahnelikör verarbeiten.

Pistazienlikör in zwei Schnapsgläsern auf alten, beschrifteten Papieren. Daneben liegen gehackte und ganze Pistazien.

Zutaten für den Pistazienlikör

650 Milliliter
Für den Likör benötigst du
  • 200 ml Sahne
  • 150 ml Wodka
  • 50 ml Amaretto
  • 200 g Kondensmilch gezuckert
  • 50 g Pistazien gehackt
  • 50 g Puderzucker
  • 1 TL Vanillepaste

Zubereitung

  • 1. Püriere die gehackten Pistazien zusammen mit dem Wodka und Amaretto bis keine groben Stücke mehr in der Flüssigkeit übrig sind.
TippWer möchte kann die Pistazien zuvor auch bereits in einem Food Processor oder einem Mörser fein mahlen. So werden die Pistazien besonders fein und müssen nur noch einmal kurz mit der Sahne gemixt werden. Ich habe mir die extra Arbeit gespart, da ich einen starken Standmixer besitze, der die Pistazien in nur wenigen Sekunden klein bekommt. Für alle die lediglich einen einfachen Pürierstab zu Hause haben lohnt sich der zusätzliche Arbeitsschritt sicherlich.
  • 2. Fülle die mit dem Alkohol vermischten Pistazien, die gezuckerte Kondensmilch, die Sahne, den Puderzucker und die Vanillepaste in einen großen Topf und verrühre alles gründlich miteinander.
  • 3. Bringe die Flüssigkeit unter Rühren auf der mittleren Stufe zum Kochen. Sobald die Flüssigkeit einmal kurz geblubbert hat, kann sie vom Herd genommen werden.
  • 4. Gieße den fertigen Pistazienlikör durch ein feines Teesieb, fülle ihn noch heiß in zuvor sterilisierte Flaschen ab und verschließe sie direkt. Lass ihn vollständig auskühlen und bewahre den Pistazienlikör anschließend im Kühlschrank auf. So ist er jederzeit bereit zum Genießen.
Die aufgefangenen Pistazienreste habe ich übrigens nicht weggeworfen, sondern in der Masse für meine unwiderstehlich leckeren Mini-Nussecken verbacken.
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2 Antworten

  1. 5 stars
    Ich liebe Pistazienlikör. Beim nächsten Mal werde ich etwas weniger gezuckerte Kondensmilch verwenden aber ansonsten ein super leckeres Likörchen 😋

    1. Dankeschön, die gezuckerte Kondensmilch kannst du natürlich beliebig anpassen. Lass dir deinen Pistazienlikör schmecken 🙂

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