Achtung, bei diesem unfassbar leckeren, selbstgemachten Oreo-Eis besteht aller höchstes Suchtpotenzial! Ganz besonders gefährlich ist das cremige Eis auch durch seine Zubereitung: Die dauert nämlich keine fünf Minuten – wenn man von der Zeit zum Gefrieren absieht. Und das Beste ist: Du kannst das Oreo-Eis sowohl mit als auch ohne Eismaschine selbst machen! Also ich habe dich gewarnt, probieren auf eigene Gefahr!
Wozu passt das Oreo-Eis?
Das Oreo-Eis wird bei uns ausnahmslos in fast bedenklicher Höchstgeschwindigkeit vernichtet. Dabei kommt meist noch eine ganze Packung weiterer Kekse in ganzer und zerkleinerter Form zum Einsatz, die natürlich ebenso restlos, ohne den Verbleib eines einzigen Brösels, aufgefuttert wird. Natürlich könnte man die Eiscreme auch mit Gebäck, wie Waffeln oder Kuchen, kombinieren oder frische Früchte hinzugeben. Aber die cremige Eismasse mit den knusprigen Keksstücken mit Cremefüllung hat das gar nicht nötig.
Geschmacklich erinnert mich das selbstgemachte Oreo-Eis mit der gezuckerten Kondensmilch übrigens am meisten an das McFlurry von McDonalds – nur in noch besser. Wer das Eis mag, wird dieses Rezept lieben!
Was bewirkt das Johannisbrotkernmehl im Eis?
Johannisbrotkernmehl ist ein veganes, glutenfreies und geschmacksneutrales Verdickungs- und Bindemittel. Das feine Pulver aus den Samen des Johannisbrotbaums sorgt durch seine Eigenschaft als Emulgator für eine besonders glatte und cremige Textur. Häufig wird dafür auch Eigelb verwendet, jedoch würde das die Eismasse einfärben. Und sind wir mal ehrlich, der tolle Kontrast aus weiß und schwarz gehört beim Oreo-Eis einfach dazu!
Inzwischen gibt es Johannisbrotkernmehl in fast allen Drogerien, Bio- oder Supermärkten zu kaufen. Natürlich kannst du das Pulver nicht nur für Eisrezepte verwenden, sondern auch für allerlei andere Gerichte. Ich verwende es beispielsweise gerne zum Binden von Suppen, Soßen und allerlei Süßspeisen. Das Praktische am Johannisbrotkernmehl: Es bindet auch kalte Flüssigkeiten und muss nicht erhitzt werden.
Eis zu hart? Das kannst du tun
Es gibt doch kaum etwas erfrischenderes als ein leckeres Eis an einem heißen Tag im Sommer. Doch wenn das Eis viel zu hart und schwer zu portionieren ist, ist die Eisfreude schnell getrübt. Die gute Nachricht: Das Problem ist ganz einfach gelöst!
Der Grund für hartes Eis liegt in den meisten Fällen an der falschen Temperatur im Tiefkühlfach. Während in einer Eisdiele das Eis bei etwa -10 Grad serviert wird, liegt die Temperatur eines normalen Gefrierschranks häufig bei etwa -25 Grad. Um dein Eis cremig zu halten und dennoch haltbar, solltest du deinen Tiefkühler am besten auf eine Temperatur von ca. -18 Grad einstellen. So hast du immer perfekt löffelbares Eis!
Wenn es schon zu spät ist und dein Oreo-Eis bereits zu hart geworden ist, hilft nur noch etwas Geduld. Lass das Eis einfach für ein paar Minuten bei Zimmertemperatur antauen und schon ist es wieder cremig und ganz leicht zu portionieren. Alternativ hilft es oft auch schon, den Eislöffel mit etwas heißem Wasser zu erwärmen.
Tipp: Eine besonders cremige Konsistenz erhält dein Oreo-Eis in einer selbstkühlenden Eismaschine. Mehr dazu hier: Eismaschine für zuhause
Lagerung und Haltbarkeit
Das selbstgemachte Oreo-Eis sollte am besten in einer gut verschlossenen, luftdichten Verpackung aufbewahrt werden. Die ideale Lagertemperatur beträgt, wie oben bereits erwähnt, etwa -18 Grad. So kannst du dein Oreo-Eis auch noch nach drei Monaten genießen. Viel länger solltest du es jedoch besser nicht aufbewahren. Schon allein, da der Geschmack mit der Zeit verloren geht und sich auch die Konsistenz verändern kann.
Wenn du, genau wie ich, zum Team „Ich löffle mein Eis direkt aus der Packung“ gehörst, solltest du es am besten direkt auf mehrere, kleine Schalen aufteilen. Denn einmal aufgetaut, sollte das Eis besser nicht wieder eingefroren werden.
Alternative Zutaten
Die Eismasse für das selbstgemachte Oreo-Eis ist in nur wenigen Minuten fertig zubereitet. Aus der gezuckerten Kondensmilch, der Sahne, dem Puderzucker und der Milch wird die Grundlage für die Masse zubereitet. Für den Geschmack kommt lediglich noch etwas Vanille und Salz und für die Konsistenz noch das Johannisbrotkernmehl hinzu. Anschließend ist lediglich noch etwas Geduld erforderlich, bis endlich auch die Oreos hinzugegeben werden können. Ein paar der Zutaten aus dem Rezept kannst du zudem noch nach Belieben variieren.
• Zucker: Wenn du statt Puderzucker lieber den klassischen Haushaltszucker verwenden möchtest, ist das gar kein Problem. Beachte nur, dass du die Eismasse dementsprechend länger rühren solltest, damit sich der Zucker vollständig auflösen kann.
• Vanille: Ein Hauch Vanille gibt deinem selbstgemachten Oreo-Eis noch etwas zusätzliches Aroma. Ich habe Vanilleextrakt verwendet, jedoch könntest du die Vanille auch weglassen oder Vanillepaste, -zucker oder das Mark einer frischen Vanilleschote verwenden.
• Oreos: In die Eismasse kommen sowohl die Kekse als auch die cremige Füllung. Wichtig ist nur, dass sie erst ganz zum Schluss hinzugegeben werden, damit sich die weiße Masse nicht durch den dunklen Kakao verfärbt. Übrigens ist es total egal, ob du die originalen Kekse von Oreo oder ein vergleichbares „No-Name-Produkt“ verwendest.
• Johannisbrotkernmehl: Du kannst das Johannisbrotkernmehl auch problemlos durch ein Drittel der Menge an Guarkernmehl oder Xanthan ersetzen. Wenn du es ganz weglassen möchtest, kann es natürlich sein, dass dein selbstgemachtes Oreo-Eis etwas weniger cremig wird.
Zutaten für das Oreo-Eis mit und ohne Eismaschine
- 200 ml Kondensmilch gezuckert
- 200 ml Sahne
- 150 ml Milch 3,5 %
- 15 g Puderzucker
- 1 TL Vanilleextrakt
- ⅛ TL Johannisbrotkernmehl
- Prise Salz
- 100 g Oreos mit Füllung
Zubereitung
- 1. Stelle die Milch, die Sahne und die gezuckerte Kondensmilch aus der Dose bereits einige Zeit vor der Zubereitung zum Erkalten in den Kühlschrank.
- 2. Fülle die gezuckerte Kondensmilch, die Sahne, die Milch, den Puderzucker, das Vanilleextrakt, das Salz und das Johannisbrotkernmehl in ein hohes Gefäß und verrühre alle Zutaten für etwa 1 Minute gründlich mit einem Handrührgerät.
Keine Eismaschine*? Verrühre zuerst gründlich alle Zutaten, außer der Sahne. Schlage die Sahne anschließend steif und hebe sie zusammen mit den zerkleinerten Keksen vorsichtig unter die restlichen Zutaten. Fülle die Eismasse in eine Schüssel und lass dein Oreo-Eis für mehrere Stunden vollständig gefrieren. Nicht ganz so cremig wie aus der Eismaschine, aber genauso lecker!
- 3. Fülle die Grundmasse für dein Oreo-Eis in deine vorbereitete Eismaschine. Je nach Gerät dauert die Zubereitung etwa 30 – 40 Minuten.
- 4. Schneide währenddessen deine Oreos samt der Füllung in grobe Stücke. Ich habe meine Kekse etwa in Achtel zerkleinert.
- 5. Gib fast alle der zerkleinerten Kekse kurz vor Ende der Zubereitungszeit mit in die Eismaschine und fülle dein selbstgemachtes Oreo-Eis daraufhin in einen verschließbaren Behälter.
Rühre die zerkrümelten Oreo-Kekse erst ganz zum Schluss und nur so kurz wie nötig unter die Eismasse. Andernfalls kann sich der dunkle Kakao aus den Keksen lösen und das helle Eis einfärben. Das wäre zwar für den Geschmack nicht schlimm, aber der tolle Kontrast aus hell und dunkel wäre damit natürlich hinüber.
- 6. Garniere dein cremiges Oreo-Eis mit den restlichen Keksstücken und stelle es für mindestens 2 Stunden oder bis zum Servieren in dein Gefrierfach.





