Saftige Apfel-Walnuss-Muffins mit Zimtstreuseln

Saftige Apfel-Walnuss-Muffins mit Zimtstreuseln aufgereiht. Im Hintergrund stehen weitere Muffins auf einem Abkühlgitter.

Ich habe dieses Jahr so viele Äpfel ernten können, dass ich gar nicht weiß wohin damit. Doch diese saftigen Apfel-Walnuss-Muffins mit Zimtstreuseln und Zuckerguss sind auf jeden Fall ein sehr guter Anfang! Stark dezimiert hat sich mein Apfelbestand dadurch zwar noch nicht, aber ich habe auch überhaupt kein Problem damit sie noch häufiger zu backen. Schließlich sind die fluffigen Apfel-Walnuss-Muffins nicht nur ein richtig leckeres Herbstrezept, sondern passen auch perfekt in die Winter- und Weihnachtszeit. Außerdem muss ich mich bei diesem Rezept nicht für Streusel oder Zuckerguss entscheiden, sondern kann einfach beides kombinieren.

Zeit

< 60 min

+ Kühlzeit

Schwierigkeit

Welche Apfelsorte eignet sich für die Apfel-Walnuss-Muffins am besten?

Im Fokus der Muffins sind unter anderem, wie der Name schon sagt, die Äpfel! Doch bei so einer großen Auswahl an Äpfeln hierzulande ist es erstmal gar nicht so einfach sich für eine Sorte zu entscheiden. Ich bevorzuge saure Apfelsorten für die Apfel-Walnuss-Muffins, da sie die Süße der Streusel und des Teiges perfekt abrunden. Genau solche Äpfel wachsen zufällig an meinem Apfelbaum, doch leider kenne ich die genaue Bezeichnung dieser Sorte nicht. Generell eignen sich aber Elstar, Boskoop, Granny Smith und Braeburn garantiert. Zudem bleiben die Stücke dieser Apfelsorten nach dem Backen noch leicht knackig und zerfallen nicht direkt zu Mus. Wer nur eine sehr süßliche Sorte zu Hause hat kann einfach etwas frisch gepressten Zitronensaft unter die geschnittenen Apfelstücke rühren.

Wie gehen die Muffins so schön auf?

Die Apfel-Walnuss-Muffins haben eine besonders große Krone, die weit über das Muffinblech hinauswächst. Hinter den tollen, hohen Muffins steckt nicht nur ein Geheimnis, sondern sogar gleich drei. Und alle drei dieser Tricks lassen sich ganz leicht, ganz ohne Aufwand, anwenden.

Warme Zutaten: Die Zutaten sollten bestenfalls schon 1 – 2 Stunden vor dem Backen aus dem Kühlschrank geholt werden und auf Zimmertemperatur aufwärmen. Warme Zutaten verbinden sich deutlich besser miteinander und es entsteht ein besonders glatter Teig. Das macht sich natürlich auch später im Backofen bemerkbar!
Backtriebmittel: Die Kombination aus Natron und Backpulver lässt die Muffins ganz besonders fluffig werden. Backpulver enthält zwar bereits Natron, jedoch ist es bereits mit einem sauren Bestandteil vermischt. Reines Natron reagiert erst beim Backen mit der Säure und bildet so feine Bläschen im Teig. In diesem Rezept sorgt vor allem der Joghurt für die gewünschte Reaktion.
Backen: Die Muffins werden zuerst kurz bei 200 Grad und anschließend für die restliche Backzeit bei einer Temperatur von 175 Grad gebacken. Die hohe Temperatur sorgt dafür, dass die Muffins direkt zu Beginn schnell und gleichmäßig aufgehen. Daraufhin wird die Temperatur reduziert, damit der Teig auch im Innern ausreichend Zeit hat, um vollständig durchzubacken. Übrigens sollte der Backofen unbedingt immer vorgeheizt werden und auch die Einstellung von Ober- und Unterhitze hat durchaus seine Berechtigung.

Natürlich bringen all diese Tipps und Tricks für besonders große Muffins rein gar nichts, wenn man die Muffinförmchen nicht ausreichend mit Teig befüllt. Fast ganz bis zum Rand sollten sie gefüllt sein! Erst dann kommen noch die Zimtstreusel darauf. Die XXL-Muffins sind in den USA besonders beliebt, dagegen sehen unsere heimischen Muffins meist wirklich winzig aus. Also ich könnte mich durchaus auch an so große Muffins gewöhnen!

Apfel-Walnuss-Muffins auf einem Abkühlgitter. Daneben liegen Walnüsse, Zimtstangen und ein Apfel.

Lagerung und Haltbarkeit

Die Muffins lassen sich entweder in einer verschließbaren Dose im Kühlschrank oder abgedeckt bei Zimmertemperatur aufbewahren. Im Kühlschrank halten sie sich etwa eine Woche. Wer sie bei Zimmertemperatur lagert sollte sie innerhalb weniger Tage auffuttern. Alternativ lassen sich die Apfel-Walnuss-Muffins nach dem Backen und Verzieren mit dem Zuckerguss auch problemlos in einer luftdichten Verpackung bis zu drei Monate einfrieren und portionsweise bei Zimmertemperatur wieder auftauen. So hat man immer Muffins, wie frisch gebacken zu Hause, wenn mal wieder spontan Besuch zum Kaffee da ist.

Alternative Zutaten

Das tolle an diesem Muffinrezept: Es ist unglaublich wandelbar! So kann es ganz nach dem eigenen Geschmack und nach Lust und Laune durch alternative Zutaten variiert werden. Außerdem hat man schließlich auch nicht immer alles gerade zufällig zu Hause, wenn der Muffinhunger spontan ruft. Mir geht es zumindest so. Und dann ist es meistens auch noch ausgerechnet Sonntag und die Geschäfte sind geschlossen. Wobei gerade bei diesem Rezept die meisten der Zutaten bei mir sowieso zur Grundausstattung gehören.

Zucker: Der braune Zucker kann durch den klassischen weißen Haushaltszucker ersetzt werden. Und umgekehrt natürlich genauso.
Milch: Statt mit Kuhmilch können die Muffins auch mit Buttermilch oder jeder anderen pflanzlichen Alternative gebacken werden. Auch der Fettgehalt der Kuhmilch ist nebensächlich.
Walnüsse: Nussallergiker oder alle, die lieber auf feste Stückchen in den Muffins verzichten, können die Walnüsse ganz einfach weglassen oder durch eine andere Nusssorte, wie Haselnuss oder Mandel, ersetzen.
Butter: Die Butter im Teig und in den Streuseln kann 1:1 durch eine Pflanzenmargarine ersetzt werden. So hat man, zusammen mit einer Milchalternative, ganz einfach laktosefreie Muffins.
Joghurt: Der griechische Joghurt kann durch Schmand oder Crème fraîche ersetzt werden. Notfalls tut es auch ein Naturjoghurt mit 3,5 % Fettgehalt. Die fettärmere Variante mit 1,5 % Fett ist allerdings meistens etwas zu flüssig.
Vanille: Ich habe Vanillepaste verwendet, natürlich könnte auch ein Vanillearoma oder eine frische Vanilleschote verwendet werden. Eine tolle Vanillealternative ist Tonkabohne. Jedoch kann aber auch komplett darauf verzichtet werden.
Zimt: Nicht nur Zimt passt hervorragend zu den Muffins, sondern auch etwas Spekulatius- oder Lebkuchengewürz.
Apfel: Apfel-Walnuss-Muffins ohne Apfel? Nicht ganz Sinn der Sache, aber natürlich auch gar kein Problem. Birne, Pflaume, Blaubeere? Eigentlich geht so gut wie alles!

Saftige Apfel-Walnuss-Muffins mit Zimtstreuseln in einem Muffinblech von oben.

Zutaten für die saftigen Apfel-Walnuss-Muffins mit Zimtstreuseln

14 Stück
Für die Zimtstreusel benötigst du
  • 125 g Weizenmehl Type 405
  • 85 g Zucker braun
  • 75 g Butter geschmolzen
  • 1 TL Zimt
Für den Teig
  • 225 g Weizenmehl Type 405
  • 175 g Apfel geschält
  • 150 g Zucker weiß
  • 120 g Butter weich
  • 120 g Joghurt griechischer
  • 50 g Walnüsse gehackt
  • 60 ml Milch
  • 2 Eier Größe M
  • 1 TL Vanillepaste
  • 1 TL Backpulver
  • 1 TL Natron
  • 1 TL Zimt
  • ½ TL Salz
Für den Zuckerguss
  • 3 EL Puderzucker
  • 3 TL Milch

Zubereitung

  • 1. Lass vor der Zubereitung alle gekühlten Zutaten auf Zimmertemperatur aufwärmen. So gehen die Muffins später beim Backen besonders schön auf. Vor allem die Butter für den Teig sollte vor dem Verarbeiten sehr weich sein.
  • 2. Bereite zuerst die Zimtstreusel für die Apfel-Walnuss-Muffins vor. Gib dafür den braunen Zucker zusammen mit dem Zimt in eine Schüssel und vermische beides gründlich miteinander. Schmilz die Butter in einem kleinen Topf oder in der Mikrowelle und rühre sie mit einem Löffel unter den Zucker. Rühre anschließend das Mehl mit einer Gabel unter. Rühre die Streusel lieber etwas langsam und vorsichtig und zerdrücke zu große Brösel mit der Gabel, da sonst ein großer Teigklumpen statt feiner Streusel entstehen kann. Stelle die Zimtstreusel nun vorerst auf die Seite.
  • 3. Vermische in einer Schüssel das Mehl mit dem Backpulver, dem Natron, dem Zimt und dem Salz.
  • 4. Schäle die Äpfel, entferne das Kerngehäuse und schneide sie in etwa 1,5 x 1,5 cm große Würfel. Die Apfelwürfel müssen natürlich nicht akkurat in Form geschnitten werden. Die Größenangabe dient nur als kleine Orientierungshilfe.
  • 5. Hacke die Walnüsse mit einem Messer in grobe Stücke.
  • 6. Heize den Backofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vor und lege ein Muffinblech mit Papierförmchen aus.
  • 7. Teile die weiche Butter in Würfel und verrühre sie für etwa 2 Minuten zusammen mit dem Zucker in einer großen Schüssel. Verwende zum Rühren entweder ein Handrührgerät oder eine Küchenmaschine mit einem Schneebesenaufsatz.
  • 8. Rühre jetzt auch den griechischen Joghurt, die Vanillepaste und die Eier für etwa 2 Minuten unter die aufgeschlagene Butter-Zucker-Mischung. Keine Sorge, wenn der Teig durch die Butter nun erstmal etwas ausflockt.
  • 9. Gib das Mehl und die Milch mit zu den restlichen Zutaten und verrühre alles, bis keine Klumpen mehr im Teig vorhanden sind.
  • 10. Hebe die Walnuss- und Apfelstücke unter den fertigen Muffinteig und verteile ihn anschließend mit einem Löffel auf die Muffinförmchen. Die Förmchen sollten fast bis zum Rand gefüllt sein.
  • 11. Verteile die vorbereiteten Zimtstreusel mit den Händen großzügig auf den Muffins und drücke sie leicht fest.
  • 12. Backe die Muffins zuerst für 5 Minuten auf 200 Grad im vorgeheizten Backofen. Reduziere anschließend die Temperatur auf 175 Grad und backe sie für weitere 15 - 19 Minuten fertig.
Tipp

Da jeder Backofen etwas anders ist, kann es zu kleinen Unterschieden in der Backzeit kommen. Wenn du dir jedoch unsicher bist, ob deine Muffins schon fertig gebacken sind oder nicht kannst du das ganz leicht mit einem Holzspieß herausfinden. Stich einfach in die Mitte eines Muffins: Kleben Teigreste am Stäbchen, brauchen sie noch etwas mehr Zeit im Backofen. Kommt das Stäbchen sauber wieder heraus, sind die Muffins fertig.

  • 13. Lass die Streuselmuffins nach dem Backen noch für ein paar Minuten im Blech auskühlen. Hole sie anschließend heraus und stelle sie, falls vorhanden, auf ein Abkühlgitter.
  • 14. Verrühre mit einem Löffel den Puderzucker und die Milch, bis keine Klumpen mehr übrig sind. Beträufle die Muffins mit Hilfe eines Löffels mit dem Zuckerguss. Lass den Zuckerguss auf den saftigen Apfel-Walnuss-Muffins mit Zimtstreuseln noch für etwa 15 Minuten trocken, bevor du sie servierst.
Du liebst die Kombination aus Apfel und Zimt? Dann probiere doch auch einmal diese fruchtige Feigenmarmelade mit Apfel und Zimt aus.
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Saftige Apfel-Walnuss-Muffins mit Zimtstreuseln auf einem runden Abkühlgitter.

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