Schnittlauchblütensalz

Schnittlauchblütensalz abgefüllt in zwei Reagenzgläser. Daneben liegen ein Bund Schnittlauch und ein schwarzer Mörser mit dem Salz und den Schnittlauchblüten darin.

Die hübschen Schnittlauchblüten einfach abschneiden oder verwelken lassen? Viel zu schade! Denn die essbaren Blüten sind voller Geschmack und lassen sich ganz einfach zu einem aromatischen Schnittlauchblütensalz verarbeiten. Das Blütensalz schmeckt nicht nur fantastisch, sondern sieht durch die lila Farbe auch noch großartig aus. Zudem ist es das perfekte Geschenk aus der Küche, wenn man mal wieder ein kleines Mitbringsel benötigt. Wer gerne Schnittlauch isst, wird das Schnittlauchblütensalz lieben!

Wie wird das Schnittlauchblütensalz zubereitet?

Das lilafarbene Blütensalz selbst zu machen ist wirklich ganz simpel! Man braucht für die Zubereitung nur zwei Zutaten: die Blüten und grobes Meersalz. Außerdem sollte ein elektrischer Mixer oder ein Handmörser vorhanden sein. Ich habe für das Salz das Mahlwerk meiner Küchenmaschine verwendet, so ging das Zerkleinern wirklich ruckzuck. Die Blüten des Schnittlauchs sollten möglichst frisch sein und direkt nach dem Ernten verarbeitet werden, denn frisch geben sie noch viel mehr Farbe ab. Übrigens, je mehr Schnittlauchblüten man für das Salz verwendet, desto intensiver wird der Geschmack und die Farbe. Für das Schnittlauchblütensalz werden ausschließlich die Blüten verwendet. Der Stiel und der untere grüne Teil der Blüten werden weitestgehend entfernt. Nun werden die Blüten zusammen mit dem Meersalz fein gemahlen. Wem beim Zwiebel schneiden auch so schnell die Augen tränen wie mir, der wird merken wie intensiv die Blüten des Schnittlauchs sind. Das gemahlene Salz wird anschließend nur noch getrocknet. Für das Trocken gibt es zwei verschiedene Methoden:

Im Backofen: Das Salz wird auf einem Backblech ausgebreitet und für etwa 1 – 2 Stunden bei 50 Grad Ober- und Unterhitze getrocknet. Damit die Feuchtigkeit aus dem Ofen entweichen kann, wird ein Holzlöffel zwischen die Ofentür geklemmt. Zwischenzeitlich sollte das Salz gewendet werden.

Bei Zimmertemperatur: Das feuchte Salz wird gleichmäßig auf einem flachen Teller oder auf einem Blech verteilt und an einem möglichst warmen Ort an der Luft getrocknet. Während dieser Zeit sollte das Salz, wie auch im Backofen, mehrmals gewendet werden. Diese Methode ist deutlich schonender für die Inhaltsstoffe des Schnittlauchs, erfordert jedoch etwas mehr Geduld.

Das fertige Schnittlauchsalz muss anschließend nur noch luftdicht verpackt werden und ist direkt fertig zum Verzehr oder Verschenken.

Wie schmeckt das Schnittlauchblütensalz?

Überraschung: Es schmeckt sehr salzig! Wer hätte es gedacht? Schließlich ist der Hauptbestandteil des Blütensalzes ein herkömmliches, grobes Meersalz. ABER: Dieses Salz kann noch viel mehr! Es schmeckt nicht nur (offensichtlich) salzig, sondern auch angenehm intensiv nach einer Mischung aus Schnittlauch und Zwiebel. So bringt das Schnittlauchblütensalz eine fantastische, nicht zu dominante Note in jedes Gericht, für das man es verwendet.

Zu was passt das Schnittlauchblütensalz?

Bei mir kommt das Schnittlauchblütensalz vielseitig zum Einsatz. Am liebsten verwende ich es zum Würzen von Kartoffeln, Salat, rohem Gemüse (ganz besonders auf Tomaten) oder auch Kräuterquark. Mein absoluter Favorit ist jedoch das klassische Butterbrot mit dem lilafarbenen Blütensalz – so simpel, aber verdammt lecker!

Du hast keine Schnittlauchblüten?

Kein Problem, auch ohne Schnittlauchblüten lässt sich ein leckeres Kräutersalz herstellen. Satt den lila Blüten kannst du einen kleinen Bund frischen Schnittlauch in feine Röllchen schneiden und zusammen mit dem Salz fein mahlen. Zwar schmecken die Blüten des Schnittlauchs nochmals intensiver, jedoch macht sich auch das grüne Kräutersalz ziemlich gut. Wer kein großer Fan von Schnittlauch ist, kann andere essbare Blüten wie Lavendel, Kapuzinerkresse oder Rosenblätter für ein buntes Blütensalz verwenden. Auch bei der Auswahl an Kräutern kannst du das Rezept beliebig variieren. Fast alle Kräutersorten, wie Basilikum, Petersilie, Rosmarin, Thymian, Salbei und auch Oregano lassen sich problemlos zu Kräutersalz verarbeiten. Da ist wirklich für jeden das Richtige dabei.

Schnittlauchblütensalz aus Schnittlauchblüten und groben Meersalz wird gerade in einem schwarzen Mörser gemahlen.

Zutaten für das Schnittlauchblütensalz

100 Gramm
Für das Schnittlauchblütensalz benötigst du
  • 100 g Meersalz grob
  • 40 Schnittlauchblüten frisch

Zubereitung

  • 1. Ernte die Schnittlauchblüten, wasche sie kurz unter kaltem, fließendem Wasser ab und tupfe sie mit einem Küchenpapier trocken.
  • 2. Entferne möglichst gründlich den Stiel und den ganzen unteren, grünen Teil der lila Blüten und vermische sie mit dem groben Meersalz.
  • 3. Mahle das Salz mit Hilfe eines elektrischen Mixers oder alternativ, mit etwas mehr Handarbeit, in einem Mörser.
  • 4. Breite das gemahlene Schnittlauchblütensalz großzügig auf einem Blech aus. Zum Trocknen kannst du das Salz entweder für ein bis zwei Tage an einem warmen und sonnigen Plätzchen stehen lassen oder es bei 50 Grad Ober- und Unterhitze für etwa 1 – 2 Stunden in den Backofen geben. In beiden Fällen solltest du das Salz zwischenzeitlich immer mal wieder wenden, damit das Blütensalz gleichmäßig trocknet. Damit die Feuchtigkeit aus dem Backofen entweichen kann, solltest du einen Holzkochlöffel zwischen die Ofentür klemmen.
Tipp

Sollte dir das Schnittlauchblütensalz nach dem Trocknen noch zu grobkörnig sein, kannst du es ganz einfach noch einmal bis zum gewünschten Mahlgrad zerkleinern.

  • 5. Bewahre das getrocknete Schnittlauchblütensalz in einem sauberen und luftdicht verschließbaren Gefäß auf. So hält sich das Blütensalz nahezu unendlich. Zum Verschenken fülle ich das Kräutersalz am liebsten in hübsche Reagenzgläser mit einem Korken ab.
Du bist auf den Geschmack der leckeren Blüten gekommen? Dann sieh dir unbedingt auch dieses Schnittlauchblüten-Rezept an und erfahre, wie du aus nur zwei Zutaten ganz einfach einen wunderschönen, rosafarbenen Schnittlauchblütenessig zaubern kannst.
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Schnittlauchblütensalz in einem schwarzen Möser. Neben dem Mörser liegen das fertige Salz und lila Schnittlauchblüten.

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