Kennst du bereits Tonkabohne? Wenn nicht, dann erwartet dich mit diesem cremigen Tonkabohneneis auch ein ganz neues Geschmackserlebnis. Das Aroma lässt sich nur schwer beschreiben, aber am besten trifft es eine Kombination aus Vanille und Marzipan mit jeweils einem Hauch von Karamell und Mandel. Und ganz besonders gut passt dieser Geschmack zu Eis. Das Tonkabohneneis kann, ebenso wie Vanille, wunderbar zu Desserts und Co. serviert oder auch einfach pur genossen werden.
Warum kommt Eigelb in das Tonkabohneneis?
Eigelb ist häufig auf der Zutatenliste in Eisrezepten zu finden, so auch in diesem cremigen Tonkabohneneis. Grund dafür ist die natürliche Eigenschaft von Eigelb als Emulgator. Das Lecithin im Ei bindet die Masse und sorgt für eine schöne, glatte und cremige Textur. Zudem verhindert es, dass sich Eiskristalle beim Einfrieren bilden und das Eis zu hart wird.
Auch auf den Geschmack und die Farbe wirkt es sich natürlich aus. Ohne das Eigelb wäre das Tonkabohneneis ein ziemlich blasser Anblick und auch das Aroma wäre kein Vergleich. Sorgen um Salmonellen oder andere Keime musst du dir jedoch keine machen. Das Ei kommt nicht roh in die Eismasse, sondern wird zuvor erhitzt.
Was passt zum Tonkabohneneis?
Tonkabohne schmeckt wie bereits erwähnt nach einer harmonischen Kombination aus Vanille, Marzipan und einem Hauch Mandel und Karamell. Wer noch nie Tonkabohne probiert hat, kann sich auf eine Geschmacksexplosion einstellen! Da die Aromen vom Tonkabohneneis so besonders sind, kann es auch problemlos für sich alleine stehen. Wer etwas experimentierfreudiger ist, kann das Eis, ähnlich wie Vanilleeis, mit sämtlichen fruchtigen, schokoladigen und nussigen Zutaten kombinieren. Oder du kreierst einen Eisbecher mit unterschiedlichen Eissorten – alle meine Rezepte findest du hier: Eis
Warum wird mein Eis zu hart?
Was gibt es Schöneres als ein cremiges Eis an einem heißen Sommertag? Doch manchmal ist die Freude getrübt, wenn das Eis aus dem Tiefkühler kommt und es viel zu hart ist, um schöne Kugeln zu formen! Der erste Gedanke: In der Zubereitung ist etwas schiefgelaufen (oder es liegt am Rezept). Doch das ist nur selten der Fall. Meistens ist das Eis schlichtweg zu kalt! Zwar muss ein Eis natürlich gefroren sein, jedoch sind die herkömmlichen -25 Grad im heimischen Tiefkühler dann doch zu viel des Guten. Zum Vergleich: Im Eiscafé liegt das Eis bei etwa -10 Grad aus, so lässt es sich auch immer perfekt portionieren. Für die Aufbewahrung zu Hause sind etwa -18 Grad perfekt.
Wenn dein Eis dennoch etwas zu fest ist, kannst du es für ein paar Minuten bei Zimmertemperatur antauen lassen, dann sollte es wieder perfekt löffelbar sein. Aber Achtung: Wenn du das Eis häufiger auftaust und wieder einfrierst, wird auch die Haltbarkeit beeinträchtigt und es können sich kleine Eiskristalle auf der Oberfläche bilden.
P.S.: Auch die Wahl der Eismaschine kann sich auf die Konsistenz auswirken. Mehr dazu hier: Eismaschine für zu Hause
Lagerung und Haltbarkeit
Eine luftdicht verschließbare Dose ist die beste Wahl, um dein selbstgemachtes Tonkabohneneis aufzubewahren. Des Weiteren sollte dein Tiefkühlschrank, wie bereits erwähnt, bestenfalls auf etwa -18 Grad Celsius eingestellt sein, um das Eis haltbar und dennoch cremig zu halten.
Die Haltbarkeit der selbstgemachten Eiscreme liegt bei etwa zwei Monaten. Am aller besten schmeckt es jedoch ganz frisch, da es mit der Zeit an Geschmack verliert und sich auch die Konsistenz verändern kann. Einmal aufgetaut solltest du das ganze Eis direkt auffuttern, andernfalls kann es durch das erneute Einfrieren schnell verderben.
Alternative Zutaten
Die Grundmasse für das Eis besteht aus lediglich vier Zutaten: Sahne, Milch, Zucker und Eigelb. Verfeinert wird sie anschließend nur noch mit einer kleinen Prise Salz und natürlich der fein geriebenen Bohne. Hier findest du außerdem noch ein paar Möglichkeiten zur Variation des Rezepts.
• Tonkabohne: Tonkabohne findest du inzwischen in nahezu jedem Gewürzladen, gut sortierten Supermärkten und natürlich online*. Außerdem hast du die Auswahl zwischen der ganzen Bohne, die du selbst mit einer Muskatreibe zerkleinern kannst, bereits gemahlener Tonkabohne oder auch dem Aroma, beispielsweise in Kombination mit Zucker oder verarbeitet zu einer Paste. Am aromatischsten ist natürlich die ganze, frische Tonkabohne, jedoch kannst du auch problemlos auf die Alternativen zurückgreifen.
• Rohrzucker: Ich habe für mein Tonkabohneneis Rohrzucker verwendet, allerdings eignet sich ebenso gut jede andere Sorte, wie brauner Zucker oder raffinierter Haushaltszucker.
• Sonstiges: Du magst dein Eis gerne mit Stückchen? Dann gib kurz vor Ende der Zubereitungszeit nach Belieben gehackte Nüsse, Schokostückchen oder eine andere Zutat deiner Wahl mit in die Eismaschine.
Zutaten für das cremige Tonkabohneneis
- 200 ml Sahne
- 150 ml Milch 3,5 %
- 75 g Rohrzucker
- 4 Eigelb Größe M
- 1 Tonkabohne
- Prise Salz
Zubereitung
- 1. Trenne das Eiweiß vom Eigelb und gib das Eigelb zusammen mit dem Rohrzucker und einer Prise Salz in eine große Schüssel und schlage es für etwa eine Minute auf der höchsten Stufe mit einem Handrührgerät schaumig.
- 2. Gib die Sahne und die Milch in einen Topf, reibe mit einer Muskatreibe die Tonkabohne hinein und erhitze alles unter gelegentlichem Rühren mit einem Schneebesen auf der mittleren Stufe.
- 3. Nimm das Sahne-Milch-Gemisch sobald es dampft, jedoch noch nicht kocht, vom Herd und gieße es unter stetigem Rühren mit einem Schneebesen zum zuvor aufgeschlagenen Eigelb in die Schüssel.
- 4. Fülle die gesamte Grundmasse für das Tonkabohneneis zurück in den Topf und lass sie unter Rühren für etwa 10 Minuten auf der niedrigsten Stufe leicht eindicken. Die Masse sollte auf keinen Fall kochen, sondern lediglich eine Temperatur von etwa 70 – 80 Grad erreichen.
Kein Thermometer? Wenn die Flüssigkeit dampft, jedoch keine Blasen vom Topfboden aufsteigen, sollte die Temperatur deiner Eismasse perfekt sein. Wenn die Flüssigkeit zu heiß wird, kannst du sie ganz einfach kurz vom Herd nehmen.
- 5. Gieße die Masse nach der Kochzeit durch ein feines Sieb, um gegebenenfalls kleine Stückchen vom Ei aufzufangen. Jetzt muss die Eismasse nur noch vollständig abkühlen. Stelle sie dafür für mindestens 3 Stunden, besser über Nacht, in den Kühlschrank.
- 6. Bereite deine Eismaschine* nach Gebrauchsanweisung vor und fülle die kalte Eismasse hinein. Je nach Gerät ist dein cremiges Tonkabohneneis in etwa 30 – 40 Minuten fertig und kann zur Aufbewahrung in einen verschließbaren Behälter umgefüllt werden.
- 8. Stelle dein selbstgemachtes Tonkabohneneis für mindestens 2 Stunden oder bis zum Servieren in das Gefrierfach. Schon kannst du dein cremiges Eis genießen!





